Sie möchten mehr wissen zum Energiehandel?

Setzen Sie sich mit uns per E-Mail oder telefonisch unter 0251.694.29 01 in Verbindung.


Bestens informiert zu sein ist ein Wettbewerbsvorteil.

Im ehw-Infoportal halten wir tagesaktuelle Informationen vom Energiemarkt für Sie bereit.


Der Wettbewerb ist unsere Chance.

Mit dem Fall der Gebietsmonopole im Jahre 1998 hat sich der Energiemarkt in Deutschland und Europa grundlegend gewandelt. Jeder – nicht nur Endkunden, sondern auch Stadtwerke und Versorgungsunternehmen – kann seitdem seinen Stromlieferanten frei wählen. Damit wurden die Abnehmer vom Versorgungsfall zum umworbenen Kunden.

Ein regelrechter Preiskampf unter den Versorgern begleitete die Eröffnung des Wettbewerbs. Den gelben Anzeigen folgten die roten; Strom war an der Tankstelle zu haben, bei der Post und im Versandhaus. Großkonzerne haben sich neu formiert, neue Energieanbieter tauchten am Markt auf – manche von ihnen sind schon wieder verschwunden – und Stadtwerke wuchsen über ihre angestammten Grenzen hinaus.

Hinter diesen für den Endkunden sichtbaren Effekten stand die Entwicklung eines Großhandelsmarktes für Energie. Erst hierdurch konnte der neue Weg der Energiebeschaffung auch für Stadtwerke und Regionalversorger Realität werden: weg von der langfristigen und zwangsweisen Bindung an einen Vorlieferanten, hin zu einer Auswahl unter vielen Anbietern. Dazu etablierten sich in vielen europäischen Ländern Energiebörsen, die für den Großhandelsmarkt schnell eine Leitfunktion übernahmen. Hier werden Strom und seine Derivate gehandelt, kaum anders als Commodities wie Kaffee oder Schweinehälften. Gas wird bald folgen.

Den deutschen Großhandelsmarkt für elektrische Energie dominieren heute E.on, RWE, Vattenfall und EnBW – diese vier verfügen über 80 Prozent der Kraftwerkskapazitäten im Lande. Gleichzeitig haben sie über ein Beteiligungsgeflecht Anteile an einer Reihe deutscher Stadtwerke und Regionalversorger übernommen, um sich ihre Absatzwege zum Endkunden zu sichern. Diese zunehmende Oligopolisierung droht jedoch zu einer Gefahr für den noch jungen Wettbewerb zu werden.

Ein Indiz für diese Marktkonsolidierung sind Großhandelspreise, die seit 2002 konstant angestiegen sind. Dabei war und ist Wettbewerb zwischen großen und kleinen Anbietern die zentrale Bedingung für eine gesunde Marktentwicklung.

Den rund 900 Stadtwerken und Regionalversorgern wurde zu Beginn der Liberalisierung ein rasches Ende voraus gesagt. Heute erfreuen sie sich guter Gesundheit, stellen in ihren Kommunen viele Arbeitsplätze und sind eine wichtige Ertragsquelle für die Stadtkämmerer. Dies wäre nicht möglich, ohne die Marktchancen in der Energiebeschaffung zu nutzen. Hierfür haben neun Stadtwerke in der ehw ihren Energiebezug gebündelt.

Kooperation ist eine entscheidende Voraussetzung für kleinere Versorger, um sich am Markt zu engagieren und nicht als Vertriebsorganisation einer der großen Produzenten am Markt zu enden. ehw steht für wettbewerbsfähige Preise, für economies of scale, für Synergien. Den Energiebezug unserer Gesellschafter wirtschaftlich zu machen, ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wir sind stolz darauf, ein Stück dazu beizutragen, dass unsere Stadtwerke unabhängig und wettbewerbsfähig bleiben können.